Vom Wachstumsschmerz zum Generationswechsel – ein Maschinenbauer findet seine neue Struktur
Volle Auftragsbücher, aber keine Strukturen. Ein Senior, der loslassen sollte – und ein Junior, der einiges verändern wollte. Dazu wachsende Teams, unklare Verantwortlichkeiten und erste Software-Barrieren. Der Druck im Maschinenbauunternehmen stieg. Gemeinsam machten wir den Umbau – und damit den Weg zum Generationswechsel – möglich.
- Branche: Maschinenbau
- Unternehmensgröße: 45 Mitarbeitende, inhabergeführt
- Projekt-DNA: Umbau
- Themenfeld: Generationenübergabe, Führungsstruktur, Kulturaufbau
Die Herausforderung
Das inhabergeführte Unternehmen wuchs seit Jahren – und stand dennoch auf wackeligen Beinen. Strukturen fehlten, Verantwortlichkeiten waren unklar, neue Mitarbeitende sollten eingestellt werden, ohne dass klar war, welche Rollen gebraucht wurden. Parallel bremsten erste Software-Barrieren. Und über allem: die Frage der Übergabe. Der Senior wollte loslassen, der Junior die Verantwortung übernehmen. Doch wie gelingt dieser Wechsel, ohne das Unternehmen ins Wanken zu bringen?
Der Wendepunkt
Der Senior kannte mich noch aus Agenturzeiten. Schon in den ersten Kennenlerngesprächen zeigte sich, dass es hier nicht nur um Strukturen ging, sondern um den Kern des Unternehmens. Der eigentliche Zugang entstand über den Juniorchef. Er wollte gestalten – brauchte aber Halt. Für ihn wurde ich zum engsten Vertrauten: Ich gab Stärke, Vertrauen, Zuversicht und Mut. Und ich begleitete ihn dabei, vor sein Team zu treten.
Der Weg
Wir bauten Strukturen auf und brachten gleichzeitig Kultur mit.
- Teammeetings mit den Führungskräften brachten Klarheit.
- Einzelcoachings stärkten sowohl den Junior als auch das Führungsteam.
- Ungewöhnliche Methoden, wie Unternehmensaufstellung mit Figuren, machten sichtbar, wo Kräfte wirkten und wo Lücken klafften.
- Coaching für Mitarbeitergespräche und Betriebsversammlungen half dem Junior, seine Rolle Schritt für Schritt auszufüllen.
- Definition neuer Rollen erleichterte die Suche und Einstellung passender Mitarbeitender.
- Neue Gehalts- und Beteiligungsmodelle wurden erarbeitet und auf den Weg gebracht.
So wurde das Team nicht überrollt, sondern bewusst auf die Reise mitgenommen.
Der Durchbruch
Der entscheidende Moment war das Aufeinandertreffen von Vater und Sohn. Zwei Generationen, zwei Führungsstile – und die Frage: Wie finden wir einen gemeinsamen Nenner?
Ich moderierte die Begegnungen zu all den neuen Themen, ließ beide Perspektiven sichtbar werden und hielt am gemeinsamen Zielbild fest. Klarheit entstand: Es ging nicht um Macht, sondern um Kultur, Fortbestand des Unternehmens und Zufriedenheit innerhalb der Familie. Dieser Moment wurde zum Wendepunkt – vom Gegeneinander zum Miteinander.
Das Ergebnis
Heute steht das Unternehmen auf einem stabilen Fundament:
- Klare Strukturen und Verantwortlichkeiten
- Eine gestärkte Führungsmannschaft
- Ein Juniorchef, der in seiner Rolle angekommen ist
- Überwundene Software-Barrieren
- Lockerere Kommunikation und strukturierte Entscheidungen
- Ein vollzogener Generationswechsel
- Und: der Neubau ist bereits in Planung